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  • Mikroplastik - ein Problem unserer Zeit?!

    • 6 min Lesedauer

     

    Ist Mikroplastik das ökologische Desaster des 21. Jahrhunderts? Wir wollen dir mit diesem Artikel eine Hilfestellung bieten, indem wir erklären, welche Auswirkungen Mikroplastik auf die Umwelt und Natur hat, wo es in der Kosmetik auftaucht, und was es mit der Gesundheit machen kann. 

    Was ist Mikroplastik eigentlich genau?

    Mikroplastik, das sind kleinste Plastikteilchen, genauer gesagt: feste, sich nicht auflösende, synthetische Polymere, die in einer Größenordnung von weniger als 5 mm bis zu 1000 Nanometern definiert werden. Fest steht, dass Mikroplastik ein immenses Umweltproblem darstellt, weil es nicht aus dem Wasser herausgefiltert werden kann. Gleichzeitig war unser Plastikkonsum die letzten Jahre zu hoch: Laut einer 2018 durchgeführten Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik werden in Deutschland jährlich circa 446.000 Tonnen Kunststoff in den unterschiedlichsten Maßen, Formen und Farben freigesetzt – davon sind rund Dreiviertel (330.000 Tonnen) Plastikpartikel unter 5 mm und somit Mikroplastik. Erste Veränderungen können wir in der letzten Zeit schon wahrnehmen, sei es der sparsamere Umgang mit Plastiktüten oder, dass keine Trinkhalme aus Plastik mehr produziert werden. Aber…

    Enthält Naturkosmetik Mikroplastik?

    Und was tun wir dagegen? Bevor wir auf die Vorteile von zertifizierter Natur- und Biokosmetik eingehen, zunächst ein paar allgemeine Informationen in dem Zusammenhang: Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Mikroplastik, dem primären und dem sekundären Mikroplastik.

    Primäres Mikroplastik sind zu Gebrauchszwecken produzierte Partikel, die beim Eintritt in die Umwelt schon kleiner als 5 mm sind. Solche findet man häufig in Zahnpasta oder Kosmetik (meistens als Peelingkörper für weißere Zähne oder in Waschgelen sowie Shower Scrubs) - teilweise auch in Babywindeln als Absorber. Aber auch flüssige Kunststoffe, die als Trübungs- oder Bindemittel eingesetzt werden, zählen zu primärem Mikroplastik.
    Sekundäres Mikroplastik entsteht durch den Zerfall von größeren Kunststoffteilen im Verwitterungsprozess, wozu auch der herkömmliche Plastikmüll zählt. Neben der Sonneneinstrahlung sorgen vor allem die Wellenbewegungen des Meeres für einen solchen wetterbedingten Ablauf. Zudem haben Forscher herausgefunden, dass der größte Anteil an sekundärem Mikroplastik vom Abrieb der unterschiedlichsten Reifen stammt, und nicht, wie oftmals angenommen, von Kosmetik und Textilien.

    Letztendlich ist es aber nahezu egal, welche Art von Mikroplastik vorliegt, oder wie es entstanden ist – beide Typen bleiben Jahrzehnte lang im Meer und verbreiten sich durch dessen Strömung. Erschwerend hinzu kommt, dass die Partikel schwer abbaubar sind und eine ähnliche Dichte wie das Wasser selbst aufweisen.

    Auch zu Mikroplastik und synthetischen Polymeren in der konventionellen Kosmetik gibt es eine 2018 durchgeführte Studie des Fraunhofer-Instituts, die vom Naturschutzbund Deutschland in Auftrag gegeben wurde: Sie schätzte allein in Deutschland die Emission an Mikroplastik auf jährlich etwa 977 Tonnen. Wahrscheinlich wäre diese Zahl noch größer, hätten Forscher nicht bereits Mitte 2014 eine Alternative zu den, z.B. in Kosmetik verwendeten Peelingteilchen aus Kunststoff vorgestellt: Biowachspartikel. Seitdem taucht Mikroplastik in deutlich reduzierterem Maße in Kosmetika auf.
    Selbstverständlich findest du auch in unserer zertifizierten Natur- und Biokosmetik keinerlei Mikroplastik, sondern hochwertige, pflanzliche Wachse. Unser „benecos Shower Scrub Aprikose & Holunder“ enthält zum Beispiel, für den Peelingeffekt, stark zerkleinerte Aprikosenkerne, die dir nicht nur eine zarte Haut zaubern, sondern auch als Upcycling-Produkt genutzt wurden – win:win, oder?! 😉

    Ist in unserem Nagellack Mikroplastik drin?

    Unsere benecos Happy Nail Polishes enthalten neben Rohstoffen pflanzlichen und mineralischen Ursprungs auch synthetische Polymere, die mit dafür verantwortlich sind, dass der Lack auf den Nägeln hält. Allerdings findet sich in der Formulierung kein Mikroplastik und auch keine anderen Komponenten, die als solches bezeichnet werden können. Die Inhaltsstoffe wurden gewissenhaft ausgesucht und die verwendeten Polymere sind perfekt in der Nagellacktextur auflösbar. Wäre dies nicht der Fall, würdest du das daran erkennen, dass der Nail Polish unterschiedliche optische und rheologische Eigenschaften aufweisen würde. Außerdem sind die Nagellackbasen filtriert, um das Vorhandensein von Partikeln zu vermeiden.  

    benecos 20-FREE Nagellack

    Ein weiterer Punkt, der zu bedenken ist: du kannst unseren Nail Polish nicht abwaschen, sondern nur mit dem Einsatz von Nagellackentferner und Pads abschminken. Somit kann kein Nagellack durch Abspülen ins Abwassersystem gelangen.

    Zusammenfassend gilt: Feste Mikrokunststoffpartikel unterscheiden sich von gelösten Polymeren sowohl durch Größe und Form als auch durch ihre physikalisch-chemischen Eigenschaften. Anders als feste Kunststoffpartikel tragen sie nicht signifikant zu einer Verschmutzung der Meere bei. Nach anerkannter Expertenmeinung sind gelöste Polymere in ihrer umweltrelevanten Form nicht toxisch und werden zudem überwiegend in Kläranlagen herausgefiltert.

    Um sofort zu wissen, ob dein Beauty-Favorit in irgendeiner Form Mikroplastik bzw. synthetische Polymere enthält, geben wir dir hier eine Übersicht über dessen Bezeichnungen:

    • Acrylate Copolymer (AC)
    • Acrylate Crosspolymer (ACS)
    • Dimethiconol
    • Methicone
    • Polyamide (PA, Nylon)
    • Polyacrylate (PA)
    • Polymethylmetacrylate (PMMA)
    • Polyquaternium (PQ)
    • Polyethylene (PE)
    • Polyethyleneglycol (PEG)
    • Polyethyleneterephtalate (PET)
    • Polypropylene (PP)
    • Polypropyleneglycol (PPG)
    • Polystyrene (PS)
    • Polyurethane (PUR)
    • Siloxane

    Umweltgefahr Mikroplastik – wie wird die Natur geschädigt?

    Einer der größten Leidensträger:innen ist die Umwelt. Die Kläranlagen können Mikroplastikpartikel nicht ausreichend aus dem Abwasser herausfiltern, und so gelangen sie in unsere Seen, Flüsse und Meere. Schon bei Kleinstlebewesen (Zooplankton), aber auch bei Muscheln, Würmern, Fischen und Seevögeln wurde Mikroplastik nachgewiesen. Das Problem hierbei ist, dass gerade primäres Mikroplastik oftmals eher leicht ist und häufig an der Meeresoberfläche schwimmt. Deshalb wird es auch von kleinen Lebewesen aufgenommen, die allerdings die Nahrungsquelle für Fische und Muscheln darstellen, und diese wiederrum für Meeressäuger, Vögel und auch für uns Menschen - und damit schließt sich der Kreis.

    Mikroplastik im Meer

    Ein weiterer negativer Aspekt in dem Zusammenhang ist: Plastik wirkt in der Umwelt wie ein Magnet für Schadstoffe. Oftmals ist die Konzentration hundertmal höher als im Meerwasser. Der Grund hierfür sind die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Kunststoffs. Zusätzlich erhält er meistens schon Chemikalien, nämlich solche, die während der Produktion hinzugefügt wurden. Falls die Tiere dann Mikroplastik fressen, nehmen sie automatisch diese (Zusatz-) Schadstoffe mit auf…und der Mensch ebenso, falls er sich nicht vegan ernährt. 

    Wir versuchen Plastik zu sparen – der Umwelt zuliebe!

    Wo immer möglich, versuchen wir neue, intelligente Verpackungslösungen anzuwenden und damit Plastik einzusparen. Mit unseren benecos Family SizeShampoos und Duschgelen in der 950ml Flasche fällt zum Beispiel 40% weniger Plastik an, im Vergleich zu der gleichen Produktmenge in Tuben.

    Noch nachhaltiger wird es mit unserer wiederbefüllbaren benecos Refill-Palette. Exakt 29.723 Möglichkeiten lassen sie zum perfekten Make-up Partner an deiner Seite werden; für jede Jahreszeit, jeden Anlass und jede Stimmung! Egal ob Rouge, Puder, Highlighter oder Lidschatten – du kannst die Palette beliebig oft (wieder-) bestücken und deinen individuellen Bedürfnissen anpassen.

    Außerdem verwenden wir bei unseren GRN [GRÜN] Pflegelinien wo möglich Glas statt Plastik sowie keine Sekundärverpackungen (= geschlossenen Faltschachteln), sondern sogenannte „Halbverpackungen“ aus Papier. Auch die COLOUR COSMETICS Linie spart durch den vermehrten Einsatz von Papier rund 70% Plastik im Vergleich zu alternativen Packmitteln ein.

    Unsere neueste benecosBIO-Linie kommt in stylischen rPET-Flaschen und Tuben daher, die mit 500ml doppelt so groß sind, wie die meisten herkömmlichen Verpackungen. Zudem werden gerade sogenannte Nachfüllbeutel geplant, die dafür sorgen, dass noch mehr Plastik eingespart werden kann.

    Wie gelangt weniger Mikroplastik in die Natur?

    Forscher haben herausgefunden, dass der Plastikmüll – zumindest im Meer – häufig von einem Biofilm aus Mikroorganismen bedeckt ist. Sie vermuten, dass diese Bakterien am Abbau des Kunststoffs beteiligt sein könnten. Deswegen stehen diverse Überlegungen im Raum, mit solchen Mikroorganismen gegen das Problem Mikroplastik vorzugehen. Zu diesem Zweck wurden schon Algen mit einer maßgeschneiderten Version eines Bakterien-Gens ausgestattet. Aber auch an einem anderen Bakterium, dem „Ideonella sakaiensis“, wird momentan geforscht. 

    Ist Mikroplastik gesundheitsschädlich?

    Wie bereits oben erwähnt, nehmen wir über viele verschiedene Wege Mikroplastik auf. Von konventioneller Kosmetik bis hin zur Nahrung (Fisch und Fleisch), aber auch in der Luft finden sich teilweise mehr oder weniger große Mengen davon. Es wird vermutet, dass jeder Mensch täglich Mikroplastik in der ungefähren Größe einer Kreditkarte zu sich nimmt.

    Befinden sich die kleinen Plastikpartikel dann erstmal in unserem Körper, geben sie Schadstoffe wie Weichmacher oder Bisphenol A ab, die eine krebserregende Wirkung haben können. Forscher fanden außerdem heraus, dass Mikroplastik die Zellwände schädigen kann. Zudem zeigten Laborversuche Hinweise, dass die Teilchen in die menschliche Plazenta eindringen können, was 2020 bestätigt wurde.

     

    Wir hoffen, wir konnten dir eine gute Übersicht zum Thema Mikroplastik geben. Egal, ob du dich an zertifizierte Natur- und Biokosmetik hältst, darauf achtest, dass keins drin ist, Plastikmüll – wo möglich – vermeidest/reduzierst, zum Einkaufen eine Tasche dabei hast oder den Müll trennst … jeder Schritt zählt, und mag er in deinen Augen auch noch so klein sein – du tust der Natur, Umwelt und auch dir selbst damit einen großen Gefallen. 😊

     

    Alles Liebe
    Jeanine und der Rest des cosmondial-Teams 💚

     

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